Nordic Walking wurde ursprünglich in Finnland als Sommertraining für Skilangläufer entwickelt. Ähnlich dem Bewegungsablauf beim Langlauf verbindet Nordic Walking die Gehbewegung der Beine mit der diagonalen Bewegung der Arme und dem Einsatz von Stöcken. 

Gehen ist für den Menschen die natürlichste Bewegungsform. Mittlerweile verbringen wir Menschen aber den größten Teil unseres Lebens sitzend. Kaum zu glauben aber, die wichtigsten "Sitzmuskeln" liegen am Oberkörper, denn die dort liegenden Muskeln haben die Funktion, unseren Körper aufrecht zu halten. Deshalb ist es sehr wichtig auch diese Muskeln im Rahmen des Gehens zu aktivieren. Beim Nordic Walking werden die Arme durch den Einsatz der Stöcke bis zum Boden verlängert und können deshalb optimal zur Fortbewegung genutzt werden. Dadurch wird die Problemmuskulatur trainiert, das sind die bei den meisten Menschen abgeschwächten oder verkürzten Muskelgruppen wie Rücken-, Schulter-, Nacken-, Hals und Brustmuskulatur. Hinzu kommt, dass durch den Einsatz der Stöcke die koordinativen Fähigkeiten wie Geschicklichkeit und Körpergefühl geschult werden.

Der gesundheitliche Nutzen von Nordic Walking, der mit anderen Ausdauersportarten vergleichbar ist, umfasst die Stärkung der Muskeln, Sehnen, Gelenke und Knochen, die Stärkung des Herzkreislaufsystems, der Atmung, des Stoffwechsel- und Immunsystem, des Nerven- und Hormonsystem und der Psyche.