Eine Skoliose (griech. skolios = krumm) ist eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule und eines der ältesten orthopädischen Leiden. Sie ist mit einer Deformierung und gleichzeitigen Verdrehung der Wirbelkörper, insbesondere im Scheitel der Krümmung verbunden. 
Durch die Verdrehung (Rotation) entsteht auf der Konvexseite der Krümmung der sog. Rippenbuckel, auf der Gegenseite (Konkavseite) das Rippental. Die Thoraxdeformierung ist auch an der Vorderseite des Brustkorbs zu erkennen.

Wird die Skoliose frühzeitig erkannt und ist die Krümmung noch nicht sehr ausgeprägt (Skoliosewinkel ab 10°), so kann man mit krankengymnastischen Übungen einer weiteren Verkrümmung gut entgegenwirken. Dabei wird versucht, überdehnte Muskeln zu kräftigen, damit sie der Verdrehung der Wirbel mehr Zug entgegensetzen können. 

Kernstück ist die dreidimensionale Skoliosebehandlung nach Katharina SCHROTH. Hierbei wird die verkrümmte und in sich verdrehte Wirbelsäule durch ein speziell entwickeltes krankengymnastisches Therapieprogramm gestreckt und entdreht sowie die Korrektur muskulär stabilisiert.